Der Niebling-Prozess:
Neue Maßstäbe
in der Verformung von Kunststofffolien.

1989 entwickelte Curt Niebling sein Verfahren zur isostatischen Hochdruckverformung von Kunststoffen (High Pressure Forming, HPF). Dieser „Niebling-Prozess“ setzt bis heute Maßstäbe in der Bearbeitung von Kunststofffolien und anderen dünnschichtigen Materialien.

Hochpräzise Kunststoffverformung für High-End Oberflächen

Das Herzstück des Niebling-Prozesses ist ein berührungsloses Heizsystem. Es besteht aus Heizmodulen mit Einzelheizelementen, deren Temperaturen spezifisch einstellbar sind. So lässt sich je nach Material und Verformungsaufgabe ein individuelles Temperaturprofil erstellen.

Das Substrat wird dabei – anders als beim Thermoformen – nur bis zur „Glasübergangs-temperatur“ erhitzt (z.B. Polycarbonat: ca. 148° C), dadurch wird das Material verformbar aber nicht aufgeschmolzen.

In Form gebracht wird das erwärmte Material nun mittels komprimierter Luft (Verformdrücke bis zu 300 bar). Das Resultat: geringe Materialverstreckungen und minimale Positionstoleranzen bei grafischen Motiven (je nach Material und Geometrie 0,3 mm). Gleichzeitig lassen sich Zykluszeiten von 10 bis 15 s erreichen (Vollautomatische Anlagen PAMK).

Das Zusammenspiel des Heizsystems mit einer stufenlos regelbaren Druckprofilsteuerung und einer ausgeklügelten und präzisen Werkzeugtechnik aus dem hauseigenen Werkzeugbau eröffnet Anwendern völlig neue Horizonte hinsichtlich Qualität, Einsatzmöglichkeiten, Materialvielfalt und Produktivität.

Heizungsmodule Thermoverformungsanlage

Heizungsmodule

Anspruchsvolle Qualität bei hohen Materialstärken

Hersteller von Thermoverformungsanlagen

Formstation – Stammform

Die Vorteile der „isostatischen“ Thermo- Hochdruckverformung im Überblick:

  • Geringe Materialverstreckung
  • Höchste Präzision bei der Positionierung von grafischen Motiven kombiniert mit einer prozesssicheren Wiederholbarkeit des Verformungsergebnisses
  • Erhaltung von Glanzgraden, Oberflächenstrukturen und Oberflächenhaptik
    (z.B. bei mattierten oder texturierten Folien)
  • Geeignet auch für Großformate (bis zu 1.000 x 500 mm; Verformhöhe: bis zu 300 mm) und größere Materialstärken (bis zu 12 mm bei Polycarbonat)
  • Große Materialvielfalt: alle gängigen Kunststofffolien (z.B. PC, PMMA, ABS, PA) aber auch Sonderwerkstoffe wie z.B. PEEK, ebenso Metallfolien, Holzfurniere, Lederwerkstoffe u.v.m.
  • Hervorragend geeignet für die Verformung von Folien mit chemikalienbeständigen und kratzfesten Oberflächen oder Effektfolien (“Klavierlack“)
  • Verformung von Folien mit leitfähigen Strukturen (z.B. kapazitive Sensorik)
  • Wenige Prozessschritte, einfacher Werkzeugwechsel, hohen Standzeiten